Der Greyfield Index 2026 zeigt: In immer mehr Bundesländern führt bereits der Bestand. Die Bauwende findet nicht auf der grünen Wiese statt, sondern im vorhandenen Gebäude. Der Index setzt die Bauaktivitäten im Bestand ins Verhältnis zum Neubau, über Genehmigungen und Fertigstellungen, auf Bundes-, Länder- und Gemeindeebene. 100 Punkte bedeuten: gleich viel Bestand wie Neubau. Liegt der Greyfield Index unter 100, überwiegt der Neubau; über 100 dominiert der Bestand.
Hochgerechnet aus den amtlichen Jahreswerten und gekoppelt an Datum und Uhrzeit: So viele Gebäude entstehen 2026 rein rechnerisch im Lauf des Jahres, kumuliert seit dem 1. Januar.
Die folgenden Kennzahlen zeigen auf einen Blick, wie sich die Bauaktivitäten in Deutschland vom Neubau zum Bestand verschieben – vergleichbar über mehrere Jahre und über alle Ebenen hinweg.
Fünf Zahlen fassen die Bauwende zusammen: Der Greyfield Index steht 2026 bei 79,2 Punkten und nähert sich dem Gleichstand, der voraussichtlich 2028 erreicht wird. Noch entfallen 55,8 Prozent aller Bauaktivitäten auf den Neubau, doch fast jede fünfte geplante Fertigstellung bleibt aus (Bauüberhang 19,2 Prozent). Zwischen den Bundesländern reicht die Spannweite von 37 bis 153 Punkten.
Der Greyfield Index macht regionale Unterschiede sichtbar: Während einige Bundesländer ihren Schwerpunkt längst auf den Bestand verlagert haben, dominiert anderswo weiter der Neubau. Die Karte zeigt, wo die Bauwende schon spürbar ist – und wie sich der Index seit 2012 verschoben hat.
Skala um den Gleichstand bei 100 Punkten: Grau = Neubau überwiegt (unter 100), Petrol = Bestand überwiegt (über 100). Mit dem Zeitregler wird der Strukturwandel über die Jahre sichtbar. Ein Klick auf ein Land öffnet das Detailprofil.
Das Ranking vergleicht alle 16 Bundesländer anhand des Greyfield Index und zeigt, welche Regionen den Wandel vom Neubau zum Bestand bereits vollzogen haben und wo weiterhin überwiegend neu gebaut wird. Die Werte beruhen auf amtlichen Statistiken und werden jährlich fortgeschrieben.
Sortierbar per Klick auf die Spaltenköpfe. „Index 2026“ = Datenbasis Berichtsjahr 2025; Sparkline = Verlauf 2012 bis 2025.
Der Greyfield Index bildet die Bauwende über eine transparente, nachvollziehbare Kennzahl ab. Grundlage sind ausschließlich amtliche Daten des Statistischen Bundesamts und der Landesdatenbank NRW. Durch die Kombination von Genehmigungen und Fertigstellungen entsteht ein belastbarer Indikator, der Neubau und Bestand objektiv vergleichbar macht.
Bund: Destatis Genesis 31111-0001 (Genehmigungen) & 31121 (Fertigstellungen). Länder: 31111-0100 / 31121-0100. Gemeinden NRW: Landesdatenbank NRW 31111 / 31121. Wohn- und Nichtwohngebäude, Anzahl Gebäude.
Bund 2005 bis 2025 · Länder 2012 bis 2025 · Gemeinden NRW 2004 bis 2025. „Index 2026“ bezeichnet die aktuellste Datenbasis (Berichtsjahr 2025, Destatis-Veröffentlichung 2026). Datenstand: 25./28.07.2025, Berichtsjahr 2025 ergänzt.
Der Greyfield Index liefert Planern, Investoren, Kommunen, Projektentwicklern und politischen Entscheidungsträgern eine belastbare Grundlage, um die Bauwende in Deutschland einzuordnen. Durch die jährliche Fortschreibung lassen sich Entwicklungen in Bestand und Neubau langfristig verfolgen und regional vergleichen – und sichtbar machen, wie sich der Fokus Schritt für Schritt vom Neubau zum Bestand verschiebt.